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Aus und vorbei. Das wahre Leben beginnt.

By DerBeat • Jan 25th, 2009 • Category: Alumni

- Ein Rückblick -

 

Gestatten: Beat. Seit 2006 Fontys-Alumni.

Ich habe mich vier Jahre lang mit den theoretischen Abgründen des Marketing herumgeschlagen.

Jetzt hat das wahre Leben begonnen. Auch gut.

 

Es gibt grundsätzlich verschiedene Typen von Studenten. Die Rationalisten und die Träumer, die Zielstrebigen und die Suchenden, die Wissenden und die Ahnungslosen. Alle haben aber eines gemeinsam: tatsächliche Gewissheit über die Zukunft und das Arbeitsleben nach dem Studium, haben die wenigsten. Es ist immerhin Krisenjahr 2009.

 

Aber weg von den offensichtlichen Naturgesetzen der Wirtschaft. Dieses postakademische Fragezeichen resultiert auch häufig aus dem Zwiespalt, neu gewonnener Freiheit mit einhergehendem Motivationskick und zugleich beängstigender Ehrfurcht vor der nackten Realität. Ab sofort ahndet nicht mehr die schlechte Note das brutal in die Insolvenz getriebene Mini Unternehmen. Auch ist die Aktien-Mehrheit nicht mehr im Familien- und Freundeskreis zu suchen, dem ein möglicher  Dividendenausfall oder Totalverlust ihrer Einlagen mit studentischer Überbeanspruchung zu erklären ist. Allein die Erkenntnis, dass sich erwachsene Menschen auch nach dem Studium tatsächlich mit Commitments, Approvals, Brainstormings, Benchmarks und Guerilla Marketing beschäftigen, kann auf den unbefleckten Laien befremdlich wirken. Ja, in der globalen Wirtschaft herrscht wirklich die Linguale Paralysis. Kurz gesagt „man hat morgens nicht mehr schlecht geschissen“ sondern man leidet unter einer „suboptimalen Back End Performance“. Erschreckend real die Geschäftswelt.

 

Ob man will oder nicht. Das wahre Leben hat begonnen. Mit der feierlichen Übergabe der Diplomurkunde erhält man mehr als die nüchterne Bestandsaufnahme seiner studentischen Leistung. Egal ob stolzer Nachwuchsmanager, gewissenhafter Controlling Freak oder glücklicher Beinahe-Wiederholer. Der präparierte Absolvent wird ab sofort einer Menge neuer Chancen, Herausforderungen, Bewährungs- und Mutproben ausgesetzt. Und dabei ist eines klar: Der Unterschied ist und bleibt der Faktor „Realität“. Ungefähr so wie bei der ersten Autofahrt ohne Fahrlehrer, der ersten Nacht in der eigenen Wohnung oder der erste Morgen in der eigenen Wohnung mit überraschend realer Bekanntschaft vom Vorabend. Allen sei in dieser Situation gesagt: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Ruhe bewahren, Sicherheit ausstrahlen.

 

Ob nun mit dem Ende der Studienzeit das Beste vorbei ist oder gerade erst beginnt, da gehen die Meinungen auseinander. Fakt ist, alles fängt bei Null an. Die Wirtschaft ist wie ein Pausenhof – ob mit Ellenbogen oder Gutmütigkeit. Eigentlich bleibt alles beim Alten. Ob Sorge oder Euphorie über die neu gewonnene Freiheit. Alles wird gut!

 

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Ein Kommentar »

  1. Bin mal gespannt wie es wird ab Juli … chaotischer kanns ja nicht werden :D
    Oder doch? Ich denke schon … aber wie Du schon sagst … alles wird gut … irgendwie, irgendwo und vor allem irgendwann